Mein Haus, mein Auto, meine Yacht = mein CO2

“Reichtum wirkt als Klimakiller”, das ist das provokante Ergebnis einer Studie, die von der internationalen Non Profit Organisation Oxfam vorgestellt wurde. Danach schädigt das reichste ein Prozent der Weltbevölkerung das Klima doppelt so stark wier die ärmere Hälfte der Welt, in konkreten Zahlen bedeutet das, die Superreichen verantworten etwa 15 Prozent der Gesamtemissionen, die ärmere Hälfte der Welt dagegen nur sieben Prozent. Ein großer Anteil der Emissionen enrfällt dabei auf die individuelle Mobilität, also Fliegen, Autofahren, Boot, Motorrad, Rennsport, usw. Der Verkehrssektor steht für rund ein Viertel der weltweiten Emissionen und der Umstieg von herkömmlichen PKW auf SUV´s war zwischen 2010 und 2018 der zweitgrößte Emissionstreiber.

Folgerichtig fordert Oxfam Steuern auf SUV´s und für Vielflieger, diese zusätzlichen Einnahmen sollen die Regierungen in die öffentliche Infrastruktur investieren.

In Deutschland ist die Situation nicht ganz so einseitig, jedoch noch immer dramatisch. Die reichsten zehn Prozent der Menschen in Deutschland stehen für 26 Prozent der CO2-Emissionen, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung mit 29 Prozent etwa gleichviel Schadstoffe verursacht. Um das globale Emissionsbudget nicht zu sprengen, wäre ein globaler Durchschnitt von rund 2 Tonnen CO2 nötig. Die Emissionen der reichsten zehn Prozent in Deutschland bertugen aber 2015 fast 15-mal so viel.

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Photo by Marcin Ciszewski on Unsplash

Den Originalbericht von Oxfam in englischer Sprache finden hier hier

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