Die Essbare Stadt

Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Die Kluft zwischen Stadt und Land wird größer. Dabei brauchen Stadt und Land sich gegenseitig. Die “Essbare Stadt” will eine Brücke von der Stadt ins Land bauen. “Pflücken erlaubt, Mitgärtnern erwünscht, Studentenfutterweg…” Unsere Lebens-Mittel sind heute nichts mehr wert, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie haben viel von ihrem Nährwert verloren und sie sind den Menschen kein Geld mehr wert.

Ein Grund unter vielen ist sicher, dass uns Gemüse, Obst, Kräuter und Ackerpflanzen fremd geworden sind. Viele Menschen würden eher einen Kandidaten aus “Germanys next Top Model” erkennen als einen Rettich. Die Essbare Stadt will Bewusstsein schaffen, will Nähe erzeugen und Wertschätzung für einen duftigen Apfel  und eine knackige Möhre.

Das Konzept der Essbaren Stadt wird die Stadtbevölkerung nicht ernähren können und will das auch gar nicht. Vielmehr geht es darum, die Stadtmenschen wieder in einen persönlichen Kontakt mit allem Lebendigen zu bringen, mit den Pflanzen und Tieren, den Nachbarn und der Kultur. Und so letztlich Stadt und Land einander wieder näher zu bringen in dem Bewusstsein, wir brauchen uns gegenseitig.