Kompetenzzentrum für Multiplikatoren

Im Februar 2021 ist das Schulungsprogramm KlimaHumus und regenerative Bodennutzung gestartet. Es ist der erste Baustein des neuen Kompetenzzentrums der Stiftung Lebensraum. Die Stiftung Lebensraum hat von Beginn an Bildung als eines ihrer zentralen Aufgabenfelder definiert. Im Jahr 2020 wurde der interaktive Lehrpfad am Hengstbacherhof eingeweiht, der komplexe Themen wie Humusbildung, Biointensiver Gemüseanbau oder regionale Kreislaufwirtschaft erlebbar macht.

Aufgaben & Ziele des Kompetenzzentrums

  • Anwendungsorientierte, Praxisforschung und Entwicklung
  • Aufbau weiterer Ausbildungs- und Praxisstandorte
  • Zertifizierung des Ausbildungsprogramms
  • Blended Learning Bildungsformate Praxisseminare  digitales Lernen
  • Ausbildung von Dozenten*innen für weitere regionale Kompetenzzentren
  • Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Behörden und regionalen Akteuren

Schulungsprogramm KlimaHumus

In unserem kostenlosen Einführungsseminar erwartet Sie ein allgemeiner Überblick zum Klima-Humusprojekt der Stiftung Lebensraum und weiterer Partner. Sie lernen Struktur und Ablauf des Projektes kennen und bekommen einen Einblick in unser begleitendes Schulungsprogramm. Ziel ist es, alle Bodennutzer befähigen, in möglichst kurzer Zeit erfolgreich Humus aufzubauen.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, Fragen rund um das Vertragswerk für unsere mögliche Zusammenarbeit zu stellen. Bitte lesen sie sich hierfür vorab gründlich den „Rahmen-Vertrag für unsere Teilnehmer am Humusaufbau-Programm“ sowie den dazugehörigen Flächenmeldebogen durch. Die Dokumente werden Ihnen nach Ihrer Anmeldung zugesandt.

Mehr Informationen über aktuelle Termine finden Sie auf unserer Startseite oder auf Anfrage unter info@stiftunglebensraum.org

Dieses Basisseminar vermittelt Grundkenntnisse zu Bodenphysik, Bodenchemie und Bodenbiologie, um so ein tieferes Verständnis der komplexen Zusammenhänge und Funktionen im Ackerboden zu erlangen.

Ein weiteres Lernmodul ist das Bodenpraxis-Seminar, welches den Teilnehmern  einen Kurzüberblick über die Methoden der regenerativen Bodenbewirtschaftung sowie mehr Informationen zu Bodenansprache, Bodengare und Bodenzustand bietet.

Dr. Dominik Christophel, studierter Geograph und Experte in Bodenanalysen und
Joachim Böttcher, Gartenbau-Ingenieur, Referenten des 1. Bodenpraxis Seminar am Hengstbacherhof am 4. Juni 2021

Ziel dieses Moduls ist die Vermittlung konkreter Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich neuer Bodenbearbeitungs-Techniken mit angepasstem Maschineneinsatz und Pflegemaschinen für eine konservierende, regenerative Bodenbearbeitung. Und Sie lernen, welche Auswirkungen diese Bodenbearbeitung auf Bodenstruktur und Bodenbiologie hat.​

In diesem Teil des Schulungsprogramms werden den Teilnehmern Methoden einer optimierten, betrieblichen Fruchtfolge-Planung, sowie Maßnahmen für erfolgreiche, ganzjährige Bodenbedeckung ​vermittelt:

  • Untersaaten
  • Winterbegrünung
  • Mulchsaaten
  • Direktsaaten

Dieser Lernmodul ist der Wirkung von Wirtschaftsdüngern und außerbetrieblichen Substraten und Bodenverbessern​ gewidmet. Sie erfahren, was beim Einsatz zu beachten ist und welche Folgen die Anwendung für Fruchtbarkeit und Erträge haben.

Zusätzlich zu unserem Schulungsprogramm KlimaHumus bieten wir auf Anfrage folgende Kurse an:

  • Betriebliches Stoffstrommanagement
  • Betriebliches Wassermanagement
  • Agroforstsysteme
  • Terra Preta und Pflanzenkohletechnologie

Bei Interesse können Sie uns gerne eine Email schreiben unter info@stiftunglebensraum.org

Gemeinsam Boden gut machen,
dafür brauchen wir Ihre Hilfe!

Das Schulungsprogramm KlimaHumus ist der erste Baustein des neuen Kompetenzzentrums der Stiftung. Klimakrise, Umweltzerstörung, Artensterben, Bodendegradation, Gewässerverschmutzung, wachsende Ressourcenknappheit, die Liste der Probleme ist lang.

Wir stellen uns dieser Herausforderung und befähigen Landwirte und andere Bodennutzer

  • ihren Ackerboden zu regenerieren
  • erfolgreich Humus aufzubauen
  • mehr Wasser zu speichern
  • eine bessere Ernte und gesunde Produkte zu erzielen
  • CO2 im Boden dauerhaft zu binden
  • und so Klima- und Bodenverantwortung zu tragen.

 

Mit wenig Mitteln und trotz COVID sind wir erfolgreich gestartet. Die Seminare sind kostenpflichtig für die Teilnehmer und reichen aus, die Honorare der Referenten und die Sachkosten zu decken. Für die Ausweitung der Schulungsprogramme, die Grundlagenarbeit und Entwicklung des Curriculums fehlen uns aber bislang die Gelder und wir freuen uns über jede Unterstützung.