Interaktiver Lehrpfad am Hengstbacherhof

Die Stiftung Lebensraum hat von Beginn an Bildung als eines ihrer zentralen Aufgabenfelder definiert. Was verbirgt sich hinter der Oberfläche unserer Umwelt, ander wir so oft gleichgültig vorbeigehen. Welche Wunder hält die Natur dort für uns bereit? Und was können wir ganz konkret tun, um all diese Schönheit der Erde zu erhalten. Die Stiftung will komplexe Themen wie Humusbildung, regenerative Landwirtschaft oder regionale Kreislaufwirtschaft erlebbar machen. Für alle Generationen, mit allen Sinnen vor Ort, in persönlichen Führungen und auch mit modernen digitalen Mitteln des Storytelling.

Am Hengstbacherhof im Donnersbergkreis, dem Sitz der Stiftung Lebensraum, entsteht aktuell ein interaktiver Lehrpfad zur regenerativen Landnutzung. Derzeit laufen die Arbeiten schon auf Hochtouren, ein Projektteam der Stiftung hat das Konzept ausgearbeitet, das Design für die Infotafeln entworfen und fleißig Texte geschrieben und Bilder gemacht.

Was ist ein Waldgarten, wie riecht Toilettenwasser nach der Pflanzenkläranlage, kann ich Artenvielfalt hören und was tut sich eigentlich so alles im Boden? Fühlen, schmecken, hören, sehen. Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Lehrpfad nach und eröffnet Groß und Klein einen spielerischen Zugang zu so komplexen Themen wie Biodiversität, Nachhaltigkeit und regionaler Kreislaufwirtschaft.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

„Viele gesellschaftliche Diskussionen fokussieren heute jeweils auf ein Thema und suchen dort nach einer Insellösung, Hauptsache schnell erledigt“, erläutert Dr. Dorothee Dreher, stellv. Vorsitzende unserer Stiftung. „Tatsächlich sind viele Teilaspekte unseres Lebens eng miteinander verbunden, etwa die Klärung unseres Hauswassers und die Nutzung der wertvollen Reststoffe im Waldgarten nebenan. Diese komplexen Zusammenhänge wollen wir mit dem Lehrpfad erfahrbar machen und zeigen, wie eine regionale Kreislaufwirtschaft tatsächlich funktionieren kann. Am Hengstbacherhof waren die nötigen Flächen und die verschiedenen Nutzungssysteme bereits vorhanden, mit Hilfe der Postcode Lotterie können wir das alles jetzt in einem sinn-ollen Zusammenhang präsentieren. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Dr. Dreher.

Gefördert wird dieses Projekt von der Postcode Lotterie, die sich vor allem für regionale Projekte engagiert.